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„Eigentlich wollte ich Nein sagen...“ – Wie Sie Grenzen setzen, ohne sich schlecht zu fühlen

  • Autorenbild: Olga Kos
    Olga Kos
  • 12. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Kennen Sie das? Eine Freundin bittet um einen Gefallen, der Kollege schiebt Ihnen eine zusätzliche Aufgabe zu oder in der Familie wird wie selbstverständlich über Ihre Zeit verfügt. Ihr Bauchgefühl sagt ganz deutlich: „Eigentlich ist es mir gerade zu viel.“ Doch was über die Lippen kommt, ist ein leises, zögerliches: „Ja, klar, mache ich.“

Kaum ist das Wort ausgesprochen, stellt es sich ein: das Gefühl von Schwere oder sogar ein kleiner Funke Ärger über sich selbst. Warum fällt es uns so unendlich schwer, eine Grenze zu ziehen? Oft ist es die Angst, andere zu enttäuschen, als egoistisch zu gelten oder Konflikte heraufzubeschwören.

Doch die Wahrheit ist: Wenn wir keine Grenzen setzen, zahlen wir einen hohen Preis. Wir geben Energie ab, die wir für uns selbst brauchen, und verlieren Stück für Stück den Kontakt zu unseren eigenen Bedürfnissen.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen zeigen, warum ein „Nein“ zu anderen oft das wichtigste „Ja“ zu Ihnen selbst ist – und wie Sie lernen können, Ihre Grenzen so zu kommunizieren, dass sie nicht als Mauern, sondern als gesunde Schutzräume wahrgenommen werden.


3 praktische Tipps für Ihren Alltag

• Verschaffen Sie sich Bedenkzeit: Wenn Sie unter Druck gesetzt werden, antworten Sie nicht sofort. Ein Satz wie „Ich schaue kurz in meinen Kalender und gebe dir in einer Stunde Bescheid“ nimmt die Unmittelbarkeit aus der Situation und gibt Ihnen Raum für eine ehrliche Entscheidung.

• Klarheit statt langer Rechtfertigung: Wir neigen dazu, ein „Nein“ mit unzähligen Erklärungen zu untermauern, was oft nur Angriffsfläche für Diskussionen bietet. Ein freundliches, aber bestimmtes „Das passt für mich gerade nicht“ ist völlig ausreichend und respektvoll.

• Hören Sie auf Ihr „Inneres Team“: Fragen Sie sich kurz: Welcher Teil in mir möchte gerade „Ja“ sagen? Ist es der Teil, der Harmonie braucht, oder der Teil, der Angst vor Ablehnung hat? Und was sagt der Teil, der Ruhe und Selbstfürsorge benötigt?


Grenzen zu setzen ist wie ein Muskel, den man trainieren kann. Fangen Sie mit kleinen Dingen an. Jeder Tag bietet neue Gelegenheiten, achtsam mit den eigenen Ressourcen umzugehen.

 
 
 

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